Regensburg (obx-medizindirekt) – Kaum  etwas ist für die Gesundheit so gefährlich  wie schlechter Schlaf: Das Unfallrisiko  steigt drastisch - jeder zweite tödliche  Verkehrsunfall resultiert nach Experten-  schätzung indirekt aus nächtlichen „Schlaf- störungen“. Menschen mit Ein- und Durch-  schlafproblemen oder mit nächtlichen  Atemstillständen müssen im Vergleich zu  Normalschläfern auch häufiger zum Arzt,  landen doppelt so oft im Krankenhaus und  schlucken mehr Medikamente. „Schlafmangel trägt zu Bluthochdruck, koro-  narer Herzerkrankung, Schlaganfall, Magen-  Darm-Erkrankungen und psychiatrischen  Störungen wie Depressionen bei“, sagt der  Regensburger Schlafforscher Dr. Jürgen Zulley.  Und nach Angaben der amerikanischen  Krebsgesellschaft wirkt sich ein ständiges  Schlafdefizit auf die Gesundheit genau so  schädlich aus wie Bewegungsmangel oder  chronischer Alkoholmissbrauch. In amerikani-  schen Tierversuchen sind Ratten nach drei-  wöchigem Schlafentzug an einem Zusammen-  bruch ihrer Immunabwehr gestorben.   Dabei sind Schlafstörungen keine Seltenheit.  Jeder dritte Deutsche leidet gelegentlich  darunter, jeder zehnte müsste wegen der mög-  lichen Folgen eigentlich in ärztliche  Behandlung. Gestörter Schlaf ist auch eine  Karrierebremse: Tagesmüdigkeit, Konzentra-  tionsstörungen, abgespanntes Aussehen und  nachlassende geistige Leistung beeinträchtigen  viele, die nachts nie die erforderliche Ruhe  finden.   Der Schlaf ist nicht einfach nur ein Zustand, in  dem alle Körperfunktionen zu Erholungs-  zwecken abgeschaltet werden.   Im Gegenteil. Während der im Idealfall sieben  Stunden dauernden „Nachtschicht“ des  Körpers werden viele Organe des Körpers  generalüberholt, der Hormonhaushalt in  Ordnung gebracht, Zähne, Knochen und  Sehnen wegen der täglichen Strapazen  repariert. Zellen erneuern sich und das  Abwehrsystem beseitigt Krankheitserreger  und Krebszellen. Seelische Probleme, die  tagsüber im Unterbewusstsein abgeladen  wurden, werden in Träumen verarbeitet.  Damit dies alles ungestört ablaufen kann,  werden Herzschlag, Körpertemperatur,  Atmung und Verdauung auf ein Minimum  verringert.   Nicht immer sind starke Medikamente  erforderlich, um Schlafgestörte wieder ruhig  schlummern zu lassen. Viel wichtiger ist es,  den Betroffenen Verhaltensmaßregeln an die  Hand zu geben, die ihnen dazu verhelfen  besser zu schlafen. Wichtig ist es, die  Ursachen für Schlafstörungen aufzuspüren  und abzustellen. Sehr häufig liegen sie im  psychischen Bereich: Sorgen, Geldnot,  Arbeitsüberlastung oder Mobbing führen oft  zu nächtlicher Unruhe und gestörtem Schlaf.  Das ist auch der Grund dafür, dass  Schlafstörungen auf Dauer häufig in eine  psychiatrische Erkrankung wie Depression  oder Angststörung münden.   Ärzte verordnen heute Schlafmittel möglichst  erst, wenn alle anderen Möglichkeiten ausge-  schöpft sind. Dazu steht eine ganze Reihe von  modernen Präparaten zur Verfügung, die auch  tagsüber keine Müdigkeit zurücklassen.   Wichtig: Keinesfalls auf eigene Faust mit  Schlaftabletten behandeln! Jeder dritte Deutsche leidet gelegentlich unter Schlafstörungen, jeder zehnte müsste wegen der möglichen Folgen eigentlich in ärztliche Behandlung. Foto: obx-medizindirekt
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Für Krebsabwehr, Spannkraft und geistige Leistung ist erholsamer  Schlaf unverzichtbar. Schlafdefizit ist so schädlich wie Bewegungs-  mangel oder Alkoholmissbrauch. 
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